Quellen für wissenschaftliche Abbildungen
Dienstag, Januar 31st, 2012Wissenschaftliche Abbildungen können ästhetisch sein [1]

oder aussagekräftig [2]

oder reiner Blödsinn - lustig oder ärgerlich. [3]

Wissenschaftliche Abbildungen können ästhetisch sein [1]

oder aussagekräftig [2]

oder reiner Blödsinn - lustig oder ärgerlich. [3]

Mit Dr. Petra Lauxmann-Melchinger
Nachdem ich diese Europakarte auf der Website einer skandinavischen Ingenieurfirma entdeckt habe, wollte ich zunächst im diesjährigen Weihnachtsbeitrag meine Sammlung skuriller “Wissenschafts-Fails” vorstellen. Immerhin ist diese Karte ein richtiger Hammer, und ich bin mir noch nicht im Klaren darüber, ob sie nun Ausdruck von Unwissen oder Islamfeindlichkeit ist. Die Türkei ins Meer heruntergekurbelt, die ganze Ostküste des Mittelmeeres samt Syrien, Israel und allen anderen regionalen Staaten mitgerissen, und Armenien hat jetzt eine Mittelmeerküste mit ein paar tollen Seebädern (die freuen sich sicher!).
Das Kaspische Meer ist zu einem Meerbusen verkommen. Aber was für einen Zweck hat es, ständig auf die Werbebranche einzudreschen? Das hatten wir schon… Daher geht es dieses Jahr um einen anderen Lieblings-Aufreger von mir und meiner Coautorin Dr. Petra Lauxmann-Melchinger - die Pseudowissenschaft.
Das folgende Beispiel stellt eine kinetische Untersuchung dar, es wurde PEG (Polyethylenglykol mit Molekulargewichten von 5.000 - 7.000) aus wässrigen Lösungen auf DAY adsorbiert (ein mittlerweile vom Markt verschwundener, aber vielfach kopierter hydrophober Faujasit, 13Y) [1]. Der DAY war vorher zermahlen, gesiebt, gewaschen und getrocknet worden.
![Abb. 2 aus [1] Abbildung 2 aus [1]](http://www.arnold-chemie.de/externes/Chang-2003-fig-2.jpeg)
Natürlich machen wir alle im Ernstfall eigene Messungen, ehe wir eine Adsorptionsanlage planen (wir sind ja schließlich nicht lebensmüde!), möchten aber vorweg wenigstens eine Vorstellung davon bekommen, was uns erwartet. Also suchen wir in der wissenschaftlichen Literatur nach den Messungen anderer Leute - um dann auf Isothermen mit den Achsenbezeichnungen p/kPa und Molekül/Elementarzelle zu stoßen. Was nun?
Wie solche “enttäuschenden” Funde unter Umständen doch verwertet werden können, möchte ich Ihnen in diesem und dem folgenden Blogbeitrag anhand einiger Beispiele vorrechenen.
Knoten aus dem Netz
geschnitten, fällt das Ganze
formlos zu Boden.
Dieser ärgerliche Vorgang - einem gesunden Unternehmen, das die wichtigsten Industriezweige unseres Landes bedient, werden Knall auf Fall Fördergelder entzogen - hat mich glatt zum Verfassen meines ersten (Pseudo)-Haikus gebracht.
Was ist geschehen? (more…)
Bitte beantworten Sie die folgende Frage: Was haben Ordner voller Excel-Tabellen, E-Mails, Texten und PDF-Dokumenten gemeinsam?
In einer Studie (hier der Link zu einer Pressemeldung dazu) wurden Führungskräfte gefragt, wie hoch sie den Anteil derartiger unstrukturierter Datensammlungen einschätzen. Deutsche Führungskräfte schätzten den Anteil unter 20%, während man in der Branche selbst von 70% ausgeht - nur die übrigen 30% seien Daten, die in verwertbar strukturierter Form in Datenbanken, etwa CRM-Systemen oder Warenlisten, eingetragen sind.
Ich nenne eine solche Kollektion einen Elefantenfriedhof. (more…)
Datenbankensoftware ist ein schlampig benutzter Begriff: Genau genommen heißt ein solches Programm Datenbankenmanagementsystem, während die Datenbank selbst der zusammenhängende Datenbestand ist.
Eigentlich ist kostenlose “Datenbankensoftware” kein Thema, schließlich gibt es MySQL und andere Open Source-Software, oder für die, die sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen möchten, OpenOffice Base. Mancher hat auch ein wenig genutztes MS Access, welches auf dem Rechner vor sich hinschimmelt (manche benutzen es sogar). Man könnte sich damit theoretisch alles, was man je benötigt, vom digitalen Zettelkasten bis zur Literaturverwaltung, selbst konfigurieren. Man könnte. Ich habe es ein paar Mal begonnen, benutze aber dennoch für verschiedene Datenbanken vorgefertigte kleine Programme.
Hier in der Folge einige Softwaretipps. “Fast” kostenlos bedeutet, die Software ist für deutlich unter 100,- € zu haben.
Finden Sie Patente lesen mühsam? Ehe Sie sich beklagen, schauen Sie sich einmal die historischen Bilder der Auslegehalle des Deutschen Patent- und Markenamtes an…
Auch heute bleibt es uns nicht erspart, interessante Patente wirklich durchzulesen, aber es gibt zahlreiche Tools, die es einem erleichtern, sich zumindest einen Überblick über die Patentlandschaft zu verschaffen.
Vor genau zwei Jahren habe ich mir das Thema “Kostenpflichtige Datenbanken für Chemie-Informationen” bereits einmal vorgenommen, hier nun die aktualisierte und ergänzte Version. Auch dieses Mal geht es nur um das Auffinden von Daten, nicht um die Suche nach Originalarbeiten.
Bei kostenpflichtigen Datenbanken kostet entweder das Suchen schon Geld, oder aber die Anzeige der Resultate. Trotz der kostenlosen Konkurrenz kann sich die Benutzung der Bezahldienste lohnen, weil ihre Verwendung Zeit spart und man einen Begriff von der Abdeckung der Suche bekommen kann.
… über die Suche nach der Perle in der Müllhalde.
Stellen Sie sich vor, Sie brauchen für Ihre Arbeit den Siedepunkt eines selten benutzten Lösungsmittels oder den Marktanteil für ein generisches Arzneimittel. Sie werfen Google an und werden fündig.
Wagen Sie es, die gefundenen Informationen für Ihre Planung einzusetzen?
Im heutigen Beitrag soll es um zwei Themen gehen: