Gerade gelesen: Selbstentzündung von Isoliermaterialien

Januar 13th, 2012

Lagging Fires” von J. Griffiths et al. (lagging = Isoliermaterial)

Dieses Thema berührt nur am Rande die Selbstentzündung von beladenen Adsorbern, aber einige der besprochenen Faktoren, die zur Selbstentzündung von mit organischen Flüssigkeiten getränkten mineralischen Isoliermaterialien führen, sind in beiden Fällen gleich.

Isoliermaterial nach Schwelbrand

Die Abbildung aus der oben verlinkten Publikation zeigt ein saugfähiges Material, das um einen Flansch herum ausgelegt wurde, um durchsickerndes Lösungsmittel aufzunehmen - mit unangenehmen Folgen.

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Weihnachtsblog - Über Pseudowissenschaft und Wissenschafts-Voodoo

Dezember 22nd, 2011

Mit Dr. Petra Lauxmann-Melchinger

Nachdem ich diese Europakarte auf der Website einer skandinavischen Ingenieurfirma entdeckt habe, wollte ich zunächst im diesjährigen Weihnachtsbeitrag meine Sammlung skuriller “Wissenschafts-Fails” vorstellen. Immerhin ist diese Karte ein richtiger Hammer, und ich bin mir noch nicht im Klaren darüber, ob sie nun Ausdruck von Unwissen oder Islamfeindlichkeit ist. Die Türkei ins Meer heruntergekurbelt, die ganze Ostküste des Mittelmeeres samt Syrien, Israel und allen anderen regionalen Staaten mitgerissen, und Armenien hat jetzt eine Mittelmeerküste mit ein paar tollen Seebädern (die freuen sich sicher!).

Das Kaspische Meer ist zu einem Meerbusen verkommen. Aber was für einen Zweck hat es, ständig auf die Werbebranche einzudreschen? Das hatten wir schon… Daher geht es dieses Jahr um einen anderen Lieblings-Aufreger von mir und meiner Coautorin Dr. Petra Lauxmann-Melchinger - die Pseudowissenschaft.

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Chemische Literatur für Praktiker Teil 2 - Adsorptionsisothermen aus wissenschaftlichen Aufsätzen verwerten

November 25th, 2011

Beispiel 2: Isothermen konstruieren, wo keine sind

Das folgende Beispiel stellt eine kinetische Untersuchung dar, es wurde PEG (Polyethylenglykol mit Molekulargewichten von 5.000 - 7.000) aus wässrigen Lösungen auf DAY adsorbiert (ein mittlerweile vom Markt verschwundener, aber vielfach kopierter hydrophober Faujasit, 13Y) [1]. Der DAY war vorher zermahlen, gesiebt, gewaschen und getrocknet worden.

Abbildung 2 aus [1]

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Chemische Literatur für Praktiker Teil 1 - Adsorptionsisothermen aus wissenschaftlichen Aufsätzen verwerten

November 2nd, 2011

Natürlich machen wir alle im Ernstfall eigene Messungen, ehe wir eine Adsorptionsanlage planen (wir sind ja schließlich nicht lebensmüde!), möchten aber vorweg wenigstens eine Vorstellung davon bekommen, was uns erwartet. Also suchen wir in der wissenschaftlichen Literatur nach den Messungen anderer Leute - um dann auf Isothermen mit den Achsenbezeichnungen p/kPa und Molekül/Elementarzelle zu stoßen. Was nun?

Wie solche “enttäuschenden” Funde unter Umständen doch verwertet werden können, möchte ich Ihnen in diesem und dem folgenden Blogbeitrag anhand einiger Beispiele vorrechenen.

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Synthetische und natürliche Zeolithe - ein Vergleich. Teil 2

September 29th, 2011

Wo Naturzeolithe ihre synthetischen Gegenstücke ersetzen

Zwei synthetische und ein Naturzeolith, (c) Claudia Arnold

Auf dem Bild sieht man vorne die rosig gefärbten  synthetischen Zeolithe, hinten Naturzeolith (Klinoptilolith) aus der Slowakei. Während der synthetische Zeolith ein mit Bindemittel geformtes Pulver ist, stellt der Naturzeolith gebrochenes Gestein dar.

Zur Übersicht seien die gängigsten Zeolithe noch einmal nach ihren chemischen Eigenschaften und der Porengröße aufgelistet. Diese (extrem vereinfachte) Einteilung weist auf die möglichen Anwendungen hin:

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Synthetische und natürliche Zeolithe - ein Vergleich. Teil 1

Juli 18th, 2011

Robert Virta, Industriemineralienspezialist für die U. S. Geological Survey (vielleicht am ehesten mit unserer Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zu vergleichen), schreibt sinngemäß etwa:

“Natur- und synthetische Zeolithe machen sich keine Konkurrenz. Einerseits verhindert der hohe Preis der synthetischen Zeolithe ihren Einsatz auf den traditionellen Verwendungsbereichen von Naturzeolithen. Andererseits sind die strengen Anforderungen an Stabilität, Reinheit und Reproduzierbarkeit, die an die synthetischen Zeolithe in ihren typischen Einsatzgebieten gestellt werden, von Naturzeolithen nicht zu erfüllen.” [1]

Worin bestehen nun die eigentlichen Unterschiede zwischen natürlichen und synthetischen Zeolithen, und wofür werden sie verwendet?

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Einladung zum Forum für selbstständige ChemikerInnen

Juni 7th, 2011

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker e. V. lädt für den 17. Juni 2011 zu einem Workshop in Frankfurt ein, Thema: “Erfolgsfaktoren der geschäftlichen Website für Freiberufler und KMUs“. Einen ganz ähnlichen Workshop, damals unter dem Titel “Wie gut ist meine geschäftliche Website?” haben die Webdesignerin Nicole Seidel und ich im Jahre 2004 schon einmal abgehalten und wegen des großen Andrangs 3 mal wiederholt. Der Workshop wurde später von verschiedener Seite noch öfters nachgefragt.

Das waren noch Zeiten für Quereinsteiger im Webdesign - heute würde ich es mir nicht mehr zutrauen, einen solchen Workshop selbst abzuhalten. Wir haben aber zum Glück die Dres. Nicole Paschke und Sabine Brylak-Niemann - beide übrigens Chemikerinnen, aber seit Jahren als selbstständige Webdesignerinnen tätig - von der internetagentur kovalenz als Referentinnen gewinnen können.

Freiberufler und Selbstständige, die in der Chemie oder chemienahen Gebieten arbeiten, sind herzlich zu dem Workshop eingeladen. Ich werde selbstverständlich da sein und würde mich freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen. Alles übrige können Sie der PDF-Einladung entnehmen, oder der Event-Beschreibung auf Xing (wenn Sie sich dort eintragen, können Sie auch sehen, wer sich über Xing für das Event registriert hat.)

Nanozeolithe

Juni 7th, 2011

Was sind Nanozeolithe, wodurch unterscheiden sie sich von “Nicht-Nano”-Zeolithen, und was für Anwendungen sind mit Nano-Zeolithen möglich, die mit Zeolithen gewöhnlicher Partikelgröße nicht zugänglich sind?

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Zeolites In Chemical Engineering

Mai 11th, 2011

Das Buch, an dem ich die vergangenen zwei Jahre mitgearbeitet habe, ist nun endlich erschienen: “Zeolites in Chemical Engineering”, ISBN 978-3-902655-08-0. Es ist eine Sammlung aktueller Reviews, die (beinahe) alle Bereiche der Anwendung von natürlichen und synthetischen Zeolithen sowie Methoden zu ihrer Untersuchung abdeckt. Kapitel 7 - Zeolite für die Abluftreinigung - die Einleitung und das wissenschaftliche Lektorat aller Kapitel sind von mir. Read the rest of this entry »

Druckverlust in Schüttungen Teil 2

April 29th, 2011

Berechnungstools und die Suche nach der idealen Kornform 

Obwohl die Ergun-Gleichung schon 1952 aufgestellt wurde, ist sie immer noch die am häufigsten verwendete Berechnungsmethode für den Druckverlust in Schüttungen. Der Vorteil der Ergun-Gleichung ist ihre Einfachheit, der Nachteil der, dass auch sie schüttungsspezifische Konstanten enthält, die sich wiederum nur aus Druckverlustmessungen ableiten lassen. Das fällt allerdings gelegentlich unter den Tisch. Read the rest of this entry »